Betriebsprüfungsbegleitung
Betriebsprüfung — was jetzt zählt
Eine Betriebsprüfung ist kein Ausnahmezustand, sondern ein reguläres Verfahren — hier steht, was sie bedeutet, wie sie abläuft und wie Begleitung dabei aussieht.
Erstgespräch vereinbarenWas eine Betriebsprüfung ist
Eine Außenprüfung — im Alltag Betriebsprüfung genannt — ist unter anderem bei Gewerbetreibenden, Land- und Forstwirten und Freiberuflern zulässig. Das Finanzamt legt den Umfang schriftlich oder elektronisch in einer Prüfungsanordnung fest.
Der Brief ist kein Hinweis auf einen konkreten Verdacht, sondern Teil eines regulären Verfahrens.
Wie sie abläuft
Die Prüfung findet in der Regel in den Geschäftsräumen des Unternehmens statt.
Quelle: § 6 Betriebsprüfungsordnung (BMF)
Am Ende steht meist eine Schlussbesprechung, in der strittige Punkte besprochen werden — außer das Ergebnis ändert nichts an der Besteuerung, oder du verzichtest darauf.
Quelle: § 201 AO
Wie lange die Prüfung tatsächlich dauert, ist nicht pauschal festgelegt — das hängt vom Umfang und den Feststellungen ab.
Unterlagen und Mitwirkung
Du bist verpflichtet, bei der Sachverhaltsaufklärung mitzuwirken: Auskünfte zu erteilen und Aufzeichnungen, Bücher, Geschäftspapiere und andere Unterlagen zur Einsicht vorzulegen.
Quelle: § 200 AO
Die Rolle deines Steuerberaters
Dein Steuerberater bleibt in jedem Fall Teil des Prozesses — er kennt deine Buchhaltung am besten. Was in einer Prüfung zusätzlich zählt, ist ein zweites Handwerk. Ich habe schon einen Steuerberater — reicht das? geht darauf ausführlicher ein.
Wenn die Ankündigung schon da ist
Falls der Brief schon auf deinem Tisch liegt: Was jetzt wichtig ist beantwortet die akuten Fragen — Fristen, Terminverlegung, erste Schritte.
Sabines Perspektive
Ich bin keine Steuerberaterin. Und genau deshalb rufen die Leute mich an, wenn es brennt. Fünf Jahre lang saß ich als ehrenamtliche Richterin am Finanzgericht Münster mit am Tisch. Wie ich zu diesem Spezialgebiet gekommen bin, erzähle ich ausführlicher auf meiner Seite.
Sechshunderttausend Euro. So hoch war die Forderung, als der Mandant bei mir saß. Sachverhalt neu aufgerollt, Linie aufgebaut, verhandelt statt reagiert. Am Ende stand eine andere Zahl. Nicht weil getrickst wurde — weil jemand verhandelt hat.